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Im Jahr 1882 schreibt der kurzzeitig erblindete Friedrich Nietzsche an seinen Sekretär Heinrich Köselitz kurz nach dem Eintreffen einer Schreibkugel – einem Vorläufer der Schreibmaschine – folgende Worte: „SIE HABEN RECHT – UNSER SCHREIBZEUG ARBEITET MIT AN UNSEREN GEDANKEN“ (Nietzsche 2002: 18). Illustriert wird damit – schon in den Anfängen der Mediengeschichte – die Ko-Konstitution von Arbeit und Technik auf der einen und die Konstruktion dessen Gegenstandes durch (sachliche) Artefakte auf deren anderen Seite. Dies geschieht in einer Zeit in der die Computerisierung von berufsförmigen Organisationen noch undenkbar war. Diese Einsicht einer Koproduktion von Subjektivität und Technik scheint in der derzeitigen Debatte um Informationstechnologien (IT) in sozialpädagogischen Institutionen kaum geführt. Entweder steht eine Reduktion auf neutrale oder aber herrschende Werkzeuge im Raum. Die zeitdiagnostisch geprägten Szenarien der Entwicklung Sozialer Arbeit im Kontext von Informationstechnologien (IT) reichen von der Vision des papierlosen Büros (vgl. Kreidenweis 2002), dem Abbilden vollständiger „Workflows Sozialer Arbeit“ (Kreidenweis 2005), „Hilfeplänen per Mausklick“ auf der einen Seite und dem „Statistik- und Controllingfanatismus“ (Ames 2008) oder gar der Desavouierung des Professionellen in der zugespitzten Frage „Wozu noch Bewährungshelfer?“ (Kipp 2008) auf der anderen Seite.
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