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Seit der zweiten Hälfte der 1990er Jahre wird in Politik und Wissenschaft wieder verstärkt auf das schon in den 60er und 70er Jahren vorgeschlagene Konzept der Wissensgesellschaft zurückgegriffen. Etwa gleichzeitig wurde im politischen Raum (OECD 1996, 2001, Europäischer Rat 2000), in den Managementwissenschaften (Drucker 1994, Toffler 1991), in den Wirtschaftswissenschaften (Grossman/ Helpman 1991)1 und in den Sozialwissenschaften (Lundvall/Johnson 1994, Stehr 1994,1997, 2000, Willke 1998, Konrad/Schumm 1999, Rammert u.a. 1998, Krohn 1997, Knorr-Cetina 1998, Willke 1998, Hubig 2000, Weingart 2001 und Cooke 2002) wieder von Wissensarbeit, Wissensmanagement, Wissensmaschinen oder wissensbasierten Organisationen geredet. Spätestens mit dem Lissaboner Gipfel der Europäi schen Union im Jahr 2000, auf dem die Entwicklung der EU zum „wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum in der Welt“ beschlossen wurde, 2 hat der Begriff der Wissensgesellschaft seinen Platz in Festreden, in Forschungsprogrammen und in bildungspolitischen Leitlinien erobert.
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