No open-access location is known for this record yet.
No open-access location is known for this record yet.
Die Soziologie der Inklusion und Exklusion ist eine Neuentwicklung in der Sozialwissenschaft der letzten dreißig bis vierzig Jahre. Sie nimmt einige paradigmatische Figuren der Sozialtheorie auf und rekonstruiert diese mittels der Unterscheidung von Inklusion und Exklusion. Die erste dieser paradigmatischen Figuren ist die der Mitgliedschaft. Dieses Paradigma denkt die kommunikative Berücksichtigung von Personen in Sozialsystemen als Mitgliedschaft nach dem Beispiel von „citizenship“ oder von Organisationszugehörigkeit. Diese Denkfigur geht auf die britische Wohlfahrtsstaatstheorie von T.H. Marshall zurück. Originell und für die auf Differenzierung setzende Soziologie anschlussfähig war Marshalls Theorie deshalb, weil er nicht eine singuläre Mitgliedschaftsformel vorsah, vielmehr plurale Formen der gesellschaftlichen Institutionalisierung von „citizenship“ (civil, political, social) voneinander unterschied. Talcott Parsons, der in seinem Aufsatz von 1964 „Full Citizenship for the Negro American“ vielleicht der erste Soziologe war, der ausdrücklich von Inklusion und Exklusion sprach, schloss an Marshall an und bereitete eine analytische Perspektive vor, die die Inklusion zunehmend grösserer Bevölkerungskreise als einen Schlüsselprozess in der Ausdifferenzierung der die Moderne prägenden Funktionssysteme auffasste.
Loading…
Stored only when both papers are in the corpus — 123 citations exist upstream.
Papers that cite the same references — the relational fallback while embeddings are still backfilling.
Imported from OpenAlex (CC0) — nothing here is generated.