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Wahlkämpfe sind eine „Hochphase politischer Kommunikation“ (Schoen 2005: 503). Trotz allfälliger Mutmaßungen über einen Trend zur „Public Relations- Demokratie“ (Davis 2002), in der sich politisches Gestalten und Kommunizieren untrennbar vermischen (Strömbäck 2008) und der gesamte politische Prozess zur „permanenten Kampagne“ mutiert (Blumenthal 1980), sind die „heißen Phasen“ von Wahlkämpfen in der Bundesrepublik Deutschland immer noch klar vom politischen Normalbetrieb unterscheidbare Perioden intensivierter Kommunikationsanstrengungen der Parteien. In den letzten Wochen vor Bundestagswahlen investieren diese erhebliche Mittel, um den Wählern ihre politischen Angebote und Deutungen nahezubringen, in der Hoffnung, dadurch letztendlich bei der Wahl möglichst viele Wählerstimmen auf sich zu vereinen. Vielen Kommunikationsformen begegnet der Wähler nur in der unmittelbaren Vorwahlzeit, manche – etwa die Wahlwerbung im Fernsehen – sind sogar gesetzlich auf diese Periode beschränkt.
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