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ZusammenfassungDie empirischen und theoretischen Arbeiten des Forschungsprojekts haben im wesentlichen zwei Ziele verfolgt: Auf der einen Seite bestand das Interesse, einen grundlagentheoretischen Beitrag zum soziologischen Verständnis des Verhältnisses der verschiedenen Tätigkeitsbereiche von Menschen in modernen Gesellschaften zu entwickeln. Mit dem Konzept der alltäglichen Lebensführung konnte dieser Zusammenhang theoretisch neu focussiert werden; empirisch wurde durch die Rekonstruktion ausgewählter Formen der Alltagsgestaltung genauer verständlich, wie Lebensführung praktisch funktioniert. Auf der anderen Seite ging es aber immer auch um die Frage, ob sich aktuell Veränderungen der Formen und Methoden alltäglicher Lebensführung abzeichnen. Hintergrund dieses historischen Anliegens war die Vermutung, daß der sich seit einigen Jahren in besonderer Weise akzentuierende Wandel industrialisierter Gesellschaften den Zusammenhang von Erwerbsarbeit und anderen Lebenssphären systematisch berührt und infolgedessen die Lebensführung in unserer Gesellschaft verändert. Zwei Entwicklungen erschienen hier als besonders bedeutend: der sich als Deregulierung oder Flexibilisierung zeigende strukturelle Wandel der erwerbsförmigen Arbeit und der langfristige Wandel der Geschlechterverhältnisse.
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