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Die Wiederentdeckung des Generationenthemas in der Erziehungswissenschaft trifft zusammen mit einer Fülle zeitdiagnostischer Signale, welche die schwindende Bedeutung der Generationenbeziehungen prognostizieren. Die traditionalen Muster des Aufwachsens gelten als zunehmend unüberschaubar. Klar umrissene Altersrollen und mit ihnen verkoppelte Statuspassagen und Einmündungen werden unklarer. Das verweist auf neue normative Unbestimmtheiten für das innere und äußere Bezugssystem des Normallebenslaufs. Dessen institutionell wie sozial vermittelte Stationengliederung wird bei uns nicht mehr durch Kriege und Notzeiten zerbrochen, sondern jetzt durch Arbeits- und Statusverlust, Weiterbildungen, ABM-Maßnahmen oder Frühverrentung gleichsam ausgefranst. Gelegentlich ist sogar die Rede vom „Verschwinden der Generationen“. „Mit der Relativierung der Lebensalter ist auch das Generationenproblem aus den Fugen geraten“ formulierte Lothar Böhnisch (1999).
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