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Die reflexive Kapazität und damit die Möglichkeit, über Sprache und Kommunikation zu kommunizieren, gehört zu den besonderen Eigenschaften menschlicher Sprache. Indem Interagierende in Alltagsgesprächen vergangene Dialoge rekonstruieren, die Redeweise anderer Personen kommentieren oder Äußerungen ab- oder anwesender Personen kritisieren, machen sie von diesen reflexiven Möglichkeiten Gebrauch. Die Redewiedergabe zählt nicht nur zu den zentralen reflexiven Verwendungsweisen von Sprache (Lucy 1993), sondern stellt insofern eine „metapragmatische Aktivität“ (Silverstein 1993) dar,2 als Sprechende mittels Redewiedergabe vergangenen „Sprachgebrauch“ re-konstruieren und kommentieren. In diesen Rede(re)konstruktionen treffen zwei Diskurs,weiten’ aufeinander: die „Figurenwelt“ und damit der Interaktionskontext, dem die zitierte Äußerung entstammt, und die ‚Erzählwelt‘, die momentane Interaktionssituation, in der die betreffende Äußerung (re)-konstruiert, (re)kontextualisiert und funktionalisiert wird. Beide Welten unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Teilnehmenden, ihrer räumlich-zeitlichen und soziokulturellen Kontexte, ihrer sprachlichen Konventionen und ihrer interaktiven Ziele. Diese Spannung zwischen den beiden ‚Welten‘ und ihre mögliche Verankerungen in der einen oder anderen Welt prägen die Redewiedergabe.
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