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Mitte der siebziger Jahre verhalf der amerikanische Politikwissenschaftler Michael J. Robinson dem Wort von der „Videomalaise“ zu Prominenz. Dahinter steht die Behauptung, daß das Fernsehen durch eine spezifische Darstellung von Politik bei den Personen, die sich zu ihrer politischen Information ausschließlich oder überwiegend auf dieses Medium verlassen, politische Malaise hervorruft oder verstärkt. Politische Malaise oder Entfremdung steht hier für das Gefühl, Politik nicht so recht zu verstehen und als einzelner keinen Einfluß auf den politischen Prozeß zu haben, sowie für sinkendes Vertrauen in politische Institutionen und Politiker (Robinson 1975; 1976). Eine Erklärung für diesen Zusammenhang sieht Robinson in der großen Reichweite des Fernsehens und in der Struktur seines Publikums (das Fernsehen erreiche ein Publikum, das sonst von politischen Informationen nicht erreicht würde), in der hohen Glaubwürdigkeit des Mediums und in der Negativtendenz der Fernsehnachrichten, die Konflikt und Gewalt betonen.
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