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Städte waren schon immer ein Spiegelbild des wirtschaftlichen Strukturwandels, eines Prozesses, der in Schüben verläuft und sich derzeit als Übergang zur Wissensökonomie darstellt. Zwar ist die Wissensökonomie seit Jahrzehnten bereits ein Thema wissenschaftlicher Forschung (Drucker 1969), aber unsere Kenntnisse über ihre Ausdifferenzierung sind noch unvollständig und die daraus sich ergebenden räumlichen Implikationen zeichnen sich erst in jüngster Zeit ab. Nach Dunning (2000) ist die Wissensökonomie ein Treiber sowohl der Globalisierung als auch der Entwicklung der Städte zu Zentren der Wirtschaft und des Wissens innerhalb sich ausweitender globaler Beziehungen. Van Winden (2010) weist darauf hin, dass dieser wirtschaftliche Wandel nach einer Phase tendenzieller Schwächung der Städte nun eine Phase der „Reurbanisierung des Wissens“ einleite, die mit einer Auf wertung vieler Städte als Zentren der Wissensökonomie verknüpft sei. Hiervon betroffen seien aber nicht nur einzelne herausragende Städte, welche die Funktion der Wissenskonzentra tion mit der Funktion von globalen Gateways verknüpften, sondern auch die Städte im weiteren räumlichen Umfeld der führenden Zentren. Zwischen ihnen entwickelten sich komplementäre Kommunikations- und Interaktionsbeziehungen, die zur Bildung neuer Städtesysteme der Wissensökonomie führten. Mit Begriffen wie „mega-city-regions“, „metropolitan growth areas (MEGAS)“ „polycentric metropolises“ oder „Metropolregio nen“ werden die regionalen Dimensionen des Reurbanisierungsprozesses zum Ausdruck gebracht (Scott et al. 2001; Hall/Pain 2006).
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