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Im öffentlichen und politischen Diskurs über die Krise der Erwerbsarbeit und des Wohlfahrtsstaates wird im Ehrenamt bzw. im so genannten „bürgerschaftlichen Engagement“ ein wichtiger Ansatz dafür gesehen, zur Bewältigung der Probleme von Arbeitslosigkeit und sozialer Ausgrenzung und der unzureichenden Versorgung mit sozialen Betreuungs-Dienstleistungen beizutragen, so auch im Bericht der Kommission für Zukunftsfragen der Freistaaten Bayern und Sachsen über „Maßnahmen zur Verbesserung der Beschäftigungslage“ (1997). Unentgeltliche, freiwillige und gemeinwohlorientierte ätigkeiten außerhalb der privaten Haushalte, wie das klassische Ehrenamt oder deren modernisierte Variante als freiwilliges, bürgerschaftliches Engagement, als „Bürgerarbeit“ (Beck 1997: 2000) oder als Selbsthilfe werden unter dem Stichwort des „Sozialkapitals“ als ein Mittel angesehen, mit dem sich Ressourcen erschließen lassen, die in der Selbstorganisation und den Eigenkräften der Zivilgesellschaft begründet sind und auf deren Grundlage sich Probleme der sozialen Integration individualisierter Gesellschaften besser bewältigen lassen (vgl. Putnam 2000, Mutz 2000). Sie gelten in bestimmten Kreisen auch als ein geeignetes Mittel, den Mangel an Arbeitsplätzen und den Abbau sozialer Dienstleistungen im Wohlfahrtsstaat zu kompensieren.
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