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ABSTRACT Der vorliegende Artikel untersucht den Begriff exemplum innerhalb der Confessiones Augustins. Der Autor vertritt die These, Augustin gestalte die berühmte Gartenszene in Confessiones VIII mit ihrem Kindersingsang (tolle, lege) parallel zur Reaktion des Ambrosius auf das erstmalige Hören des Evangeliums. Diese nachahmende Bezugnahme befindet sich im Zentrum einer Reihe weiterer Bekehrungsszenen bekannter Vorbilder (exempla), die ihrerseits Wirkung göttlicher Vorherbestimmung sind und maßgeblich zur Bekehrung Augustins beitragen. Die Untersuchung der augustinischen Verwendung von exemplum im Zusammenspiel mit Augustins sich entwickelnder Auffassung vom menschlichen Willen lässt den Autor zu der Auffassung gelangen, dass die durch exempla wirkende göttliche Vorhersehung dazu dient, die Christen in einen universellen Heilsplan einzubinden, der bereits in der Schöpfung angelegt ist. Der Artikel schließt mit einer Reflexion des experimentellen Charakters des augustinischen Gebrauchs von exemplum/exempla innerhalb der Confessiones im Rückgriff auf die heidnisch-antike Tradition.
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