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Historische Betrachtung der lohnabhangigen und selbstandigen Erwerbstatigkeit Die lohnabhàngige Erwerbstatigkeit, die lange vor dem 1 9. Jahrhundert in ùberaus unterschiedlichen, aber nicht sehr verbreiteten Formen auftrat, wurde mit der Zeit der vorherrschende Rechtsstatus in der Arbeitswelt. Die Industrialisierung und die Modernisierung der Landwirtschaft gehen nach dem Zweiten Weltkrieg mit einer Verallgemeinerung der lohnabhangigen Erwerbstatigkeit einher. Folglich schien es wahrscheinlich, dal3 die Entstehung einer rein lohnabhangigen Gesellschaft unabwendbar war. Die jûngsten Umwàlzungen bei den Konzepten der Arbeitsorganisation und der Verwaltung der Produktivsysteme stellen allerdings die gewôhnliche Unterscheidung zwischen Arbeitnehmern und Selbstandigen in Frage. Neue Beschâftigungsformen undneueBerufeverwischen immer mehr die Grenzen zwischen diesen beiden Kategorien. Die Zunahme der unterschiedlichen Arbeitsformen und der unsicheren Beschâftigungsverhâltnisse sowie der Arbeitslosigkeit haben immer mehr zur Folge, daG sich die Bedingungen der Arbeitnehmer verschlechtern, weshalb manche Autoren bereits das Ende der lohnabhangigen Erwerbstatigkeit, ja sogar das « Ende der Arbeit » ankùndigen. Ohne das AusmaG der derzeitigen Umwàlzungen herunterspielen zu wollen, mùBte man sich vielleicht eher mit der Umgestaltung der Arbeit als mit deren Ende beschàftigen und sich fragen, welchen Sinn sie in Zukunft haben kann, solange sie ein grundlegender Wert unserer Gesellschaften darstellt.
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