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ZUSAMMENFASSUNG Der Artikel untersucht am Beispiel der sog. Eusebianer um Euseb von Nikomedia die Hintergründe kirchlicher Allianzen im 4. Jahrhundert. Die jüngste Forschung hat darauf hingewiesen, daß der Zusammenhalt der Eusebianer weniger das Resultat einer Vielzahl gemeinsamer theologischer Grundüberzeugungen war als vielmehr dadurch zustande kam, daß man sich gegen die Angriffe gemeinsamer Gegner verteidigte und sich wechselseitig auf Fehler hinwies. Eine vergleichbar kleine Menge übereinstimmender theologischer Überzeugungen spielte demgegenüber nur eine nachgeordnete Rolle. Der vorliegende Beitrag greift diese Grundthese auf und führt sie weiter aus, indem er zwei Faktoren aufzeigt, die zur Formierung der eusebianischen Allianz beigetragen haben: den Einfluß lokalkirchlicher Traditionen und die Bedeutung persönlicher Freundschaften. So wird zum einen gezeigt, wie der Hintergrund und das Handeln der Bischöfe von Laodicea dazu führte, daß ihre Stadt in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts eine entschieden eusebianische Haltung in trinitätstheologischen Debatten einnahm. Zum anderen wird die Freundschaft zwischen dem eusebianischen Bischof Theodotus von Laodicea und Euseb von Cäsarea untersucht und dabei aufgezeigt, inwiefern Freundschaft ein Faktor für die Formierung und das Handeln der eusebianischen Allianz darstellte.
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