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Bilder werden in der politischen Kommunikation moderner Gesellschaften immer wichtiger. Man kann zugespitzt von einem Wandel von einer eher logo-zentrischen zu einer eher ikonozentrischen politischen Kultur sprechen (Hofmann 1999). Bilder und visuelle Kommunikation haben auch wissenschaftlich Konjunktur (Böhme 1999; Belting 2001; Müller 2003).1 Gleichzeitig haben sie, wenn man von Ausnahmen absieht (von Beyme 1998; Dörner/Vogt 1996; Hofmann 1993, 1996b; Landfried 1999; Müller 1997; Münkler 1994), in der Politikwissenschaft einen eher schlechten Ruf. Schaut man sich in den deutschen Sozialwissenschaften um, so wird man feststellen müssen, dass es keine elaborierte Theorie visueller politischer Kommunikation gibt.2 Vielmehr findet man eine vielstimmige und unsystematische Behandlung des Themas, die allzu oft schlicht bildskeptisch ist und, insbesondere wenn es um das audiovisuelle Medium Fernsehen geht, geradezu apokalyptische Töne anschlägt (Eco 1987: 28). Da ist die Rede vom immer weiteren Auseinanderdriften von medialem Bild und politischer Realität. Reine „Darstellungspolitik“, die sich immer mehr vor die bildlich bzw. audiovisuell nicht vermittelbare „Entscheidungspolitik“ schiebe (Kaase 1998: 35 ff.), erzeuge eine gefährliche Differenz zwischen dem politisch Möglichen und dem kommunikativ Vermittelbaren. Symbolische Politik (Sarcinelli 1987) trete in einer repräsentativen Öffentlichkeit an die Stelle der deliberierenden Politik in der bürgerlichen Öffentlichkeit und erschöpfe sich in der rein visuellen bzw.
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