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Target-Salden und die deutsche Kapitalbilanz im Zeichen der europäischen Zahlungsbilanzkrise Die Europäische Währungsunion steckt in einer tiefen Zahlungsbilanzkrise. Privates Kapital fließt im großen Stil von den Peripherieländern in die Kernländer. Um den Fortbestand des Euro zu gewährleisten treten öffentliche, intergouvernementale Kredite und Target-Kredite der Nationalen Zentralbanken an seine Stelle. Der vorliegende Beitrag identifiziert die Komponenten der deutschen Kapitalbilanz, die durch den öffentlichen Kapitalfluss ersetzt wurden. Die drei wichtigsten Ergebnisse können wie folgt zusammengefasst werden. Erstens: Ohne die Rettungsmaßnahmen des öffentlichen Sektors (Staat und Bundesbank) ist Deutschland seit 2010 ein Nettokapitalimporteur. Zweitens: Insbesondere die deutschen Geschäftsbanken bauten per Saldo Forderungen gegenüber dem Ausland ab und repatriierten Kapital über diesen Weg. Drittens: Der Zufluss an ausländischem Fluchtkapital nach Deutschland ist gering. Nur spanisches und irisches Fluchtkapital spielt eine etwas größere Rolle. (JEL E50, E58, E63, F32, F34)
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