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Abstract Der neue Kommentar über Psalm 1-50 von Frank-Lothar Hossfeld und Erich Zenger ist der erste Kommentar in deutscher Sprache mit einem Interesse an kontextueller Auslegung seit dem von Franz Delitzsch (1860; 5. Auflage, 1894). Seine Methode, die Kontextbezogenheit der Psalmen zu erklären, ist aberwiegend die Redaktionskritik; einige Psalmen werden aber auch als kompositorische Psalmen betrachtet. Der Kommentar führt zwei typische Phasen der Redaktionsarbeit aus: eine formative-exilische und eine nachexilische, die ein besonderes Interesse an einer Theologie der Armen hat. Die Kritik dieses Ansatzes, wie sie in diesem Artikel erfolgt, befürwortet überwiegend die Struktur, nach der die Psalmen in chiastischen Sammlungen angeordnet sind (bei Hossfeld und Zenger: Ps. 3-14; 15-24; 25-34; 35-41; 42-49) mit Ps. 1 und 2 als Einleitung zum gesamten Psalter und zu Teilen von ihm. Aus der Perspektive, daß der Psalter aus kleineren formgeschichtlich definierten Einheiten besteht, in denen der Leser von der Klage zu Lob und Dank geführt wird, fragt er weiter kritisch nach der vermuteten redaktionsgeschichtlichen Struktur des Psalters und deren literarkritischen Implikationen.
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