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Der Artikel widmet sich dem menschlichen Lernen, wie es als Erfahrung gegeben ist. Dabei knupft er kritisch an die derzeitig weite Verbreitung sowie unklare Verwendung des Wortes an und erinnert an neuere kognitionstheoretische Forschungen, um sich dann gezielt dem Problem des Anfangs von Lernen zu widmen. Dabei geht es um ein Lernen, in dem ein Verstandnishorizont allererst eroffnet wird. Im Durchgang durch philosophische Thematisierungen des Beginns von Lernen, Erfahrung und Erkenntnis zeigt sich, dass der Anfang dieses Lernens nicht als Initiative eines zielorientierten Aktes zu begreifen ist. Vielmehr erweist er sich als eine Art Erwachen, das von einem fremden Anspruch ausgelost wird. Anfangen, die Dinge in einem neuen Licht zu sehen, ist ein Ereignis, bei dem man in dem Sinne dabei ist, dass es einem selbst zustost. Sowohl hermeneutische als auch phanomenologische Theorien des Lernens haben sich mit der Vorstruktur des Verstehens befasst. Will man angesichts der Nahe beider Richtungen ihre Differenz bestimmen, so ist sie im Umgang mit den Grenzen des Sinnverstehens zu suchen. Hermeneutik widmet sich der erschliesenden und verbindenden Kraft der Sprache. Phanomenologie, welche die Leiblichkeit des Menschen betont, untersucht auch die Rolle unwiderruflicher Versagungen im Prozess der Erfahrung.
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