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Drei Aspekte der Erbschaft: Familie, Eigentum, Staat, von Denis Kessler, André Masson, Pierre Pestieau. In diesem einleitenden Artikel werden drei komplementäre Aspekte der Erbschaft anhand von drei Instanzen behandelt: die Familie, der Raum der Beziehungen zwischen den Generationen; der dem Eigentumsrecht unterliegende Markt; der Staat und seine Umverteilungspolitiken. Mit Hilfe des ersten Aspekts wird die Notwendigkeit aufgezeigt, die Erbschaft im Zusammenhang mit sämtlichen vermögensübertragungen zwischen den Generationen zu sehen, die an ihre Stelle treten oder sie ergänzen können; diese Übertragungen, die öffentlich oder privât, an die Aszendenten oder die Deszendenten, in Bargeld oder in Sachgütern erfolgen können, haben sich recht unterschiedlich entwickelt und werden dies auch weiterhin tun. Anhand folgender Fragen wird anschließend versucht, die wirtschaftliche Rolle der Erbschaft bei der Vermögensanhäufung und verteilung zu analy sieren: Ist das vorhandene Vermôgen eher auf die von den vorausgegangenen Generationen übertragenen Güter zurückzuführen oder ist es der Spartätigkeit der heutigen Generationen zu verdanken? 1st die Erbschaft der wichtigste Faktor bei der Vermögenskonzentration und stellt sie ein Hindernis fur die soziale Mobilität dar? Im Anschluß daran werden einige große Themen des Steuer- und des Erbrechts erörtert, bei denen die libérale und die reformistische Philosophie einander gegenübergestellt werden.
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