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In der Erziehungswissenschaft gewinnt das Thema der Generationen wieder zunehmend an Bedeutung. Begriffe wie Generationenvertrag, Altersrente, Versorgungsansprüche, Rückgang der Geburten oder Relativierung der Lebensalter verweisen auf die Beziehungen, Verpflichtungen und Rechte zwischen den Generationen. Schon Klassiker wie Schleiermacher, Kant und Nohl haben auf das Besondere der intergenerativen pädagogischen Beziehung hingewiesen. Erstaunlicherweise hat die Erziehungswissenschaft das Thema der Generationen, obwohl es sich um ein genuin pädagogisches Thema handelt, nur selten zum Gegenstand gewählt. Bis vor kurzem waren sogar die Begrifflichkeiten Generationenbeziehungen und Generationenverhältnisses noch relativ undifferenziert. Es war erst Kaufmann (1993), der präzise in Generationenverhältnisse und Generationsbeziehungen unterschieden hat, was Rauschenbach (1994) dazu angeregt hat, den Begriff der Generationenbeziehungen wieder stärker in der Erziehungswissenschaft zu beleben und darauf aufmerksam zu machen, daß es sich hierbei um einen Grundbegriff der Erziehungswissenschaft handelt. Während unter Generationenbeziehungen intergenerative Beziehungen zwischen den Generationen, zwischen Älteren und Jüngeren, die in einem direkten Kontakt zueinander stehen, gefaßt werden, umfassen die Generationenverhältnisse zwei aufeinander folgende Generationen, die nicht unmittelbar miteinander interagieren. Hier wird im Vergleich und über Generationenkonflikte der generative, epochale Wandel aufgezeigt. Eine Beschreibung und Analyse der Generationenbeziehungen konzentriert sich auf auf- und absteigende Linienverwandtschaften in Familien und ihre sozialisatorischen und erzie-hungsbezogenen Interaktionen.
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