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ZusammenfassungDer Arbeitsmarkt ist ein besonderer Markt. Auf ihm werden keine Waren getauscht, sondern Arbeitsleistungen, die untrennbar mit Personen verbunden sind. Viele Menschen haben kein oder geringes Kapitalvermögen, so dass sie ihre Arbeitskraft auch unabhängig vom Marktpreis anbieten müssen. Im Arbeitsvertrag verpflichtet sich der/die Arbeitnehmer/in zur Leistung von Diensten in abhängiger Stellung, der/die Arbeitgeber/in zur Leistung einer Vergütung (Lohn, Gehalt). Das hat Konsequenzen, die eine Anwendung der reinen Marktlogik verbieten: Erstens unterliegt die Bewertung der Arbeitsleistung auch anderen Maßstäben, z.B. Alter, Geschlecht, Familienstand und Berufsstatus; zweitens ist die Flexibilität der Löhne (also der Preise für Arbeit) begrenzt, weil z.B. bestimmte Vorstellungen von gerechtem Lohn bestehen. Arbeitsmärkte werden daher nicht immer geräumt; es sind sogar Gleichgewichtszustände bei hoher Arbeitslosigkeit möglich. Drittens sind auch andere Gründe als Lohnanreize für das Arbeitsangebot bestimmend, beispielsweise Mangel an Einkommensalternativen, Spass an der Arbeit oder die Teilhabe an sozialen Netzen.
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