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Ein Vergleich der Erhebungen über die Jugendlichen der Jahre 1992 und 1997 bestätigt, daß der Übergang zum Erwachsenenleben immer später erfolgt. Aber nicht bei allen Etappen ist eine solche Zunahme des Alters festzustellen. Zwischen den Jugendlichen, die 1992 und 1997 jeweils im Alter von 26-29 Jahren befragt wurden, hat sich das mediane Alter, zu dem sie das Elternhaus verlassen und eine Lebensgemeinschaft gründen, nicht geändert; später werden sie dagegen finanziell unabhängig und nehmen sich eine erste eigene Wohnung. Auch bei der Geburt des ersten Kindes sind sie älter. Oftmals ziehen die Jugendlichen deshalb in eine von den Eltern bezahlte oder zur Verfügung gestellte Wohnung. Wenn man der Definierung von Unabhängigkeit drei Voraussetzungen -stabiler Arbeitsplatz, selbst gemietete Wohnung und Gründung einer Lebensgemeinschaft - zugrunde legt, dann nimmt bei Berücksichtigung aller anderen Merkmale die Wahrscheinlichkeit, daß sie mit 23 Jahren noch darauf verzichten müssen, von Generation zu Generation regelmäßig zu. Bei einem Alter von über 25 Jahren schwächt sich der Generationseffekt - außer bei den männlichen Abiturienten - ab, wenn man die Struktureffekte berücksichtigt. Die Jugendlichen treten heute insgesamt zwar später ins Erwachsenenleben ein; nachdem sie die Ausbildung beendet und eine erste Anstellung gefunden haben, nehmen sie sich jedoch rascher eine eigene Wohnung und gründen früher eine Lebensgemeinschaft. Der Abstand zwischen den schulischen und beruflichen Etappen und den Etappen in der Familie hat sich somit verkürzt, außer bei der Geburt des ersten Kindes, die nicht nur aufgrund der Verlängerung der Ausbildung und des verspäteten Zugangs zu einer Erwerbstätigkeit in viel späterem Alter erfolgt.
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