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Der Skeptizismus scheint in letzter Zeit unter den Philosophen eine Art von Renaissance zu erleben: abgesehen von den ublichen Kapiteln uber den skeptischen Zweifel in allgemeinen Darstellungen der Erkenntnistheonie gibt es eine ganze Reihe von Biichern und Abhandlungen, in denen ein skeptisch genannter Standpunkt analysiert und entweder verteidigt oder widerlegt werden soll. So ist es verstandlich, daB sich auch die Historiker der Philosophie mit groBerem Eifer um die Interpretation der antiken Berichte uber die griechischen Skeptiker bemuht haben. Mir scheint, daB unser Bild der antiken Skepsis durch die Untersuchungen der letzten zw6lf Jahre (seit dem Erscheinen von Charlotte Stough's Buch Greek Skepticism, 1969) praziser und differenzierter geworden ist, so daf3 es sich lohnen mag, die alte und von vielen griechischen Schriftstellern behandelte Frage (Gellius XI v 6) nach dem Unterschied zwischen den beiden skeptischen Richtungen der Antike wieder aufzugreifen. Wenn man sich um ein Verstandnis der Grunde ftir den skeptischen Zweifel an der M6glichkeit der Erkenntnis bemuht, so wird es allemal von Interesse sein, zu fragen, ob es verschiedene Formen der Skepsis gab und wie diese ausgesehen haben konnten. Der Titel dieses Aufsatzes gehort zu einem Traktat des Plutarch', der leider verloren ist. Er beschaftigte sich ohne Zweifel mit dem Unterschied zwischen den beiden skeptischen Schulen, denn wenngleich natUirlich jeder Philosoph aus der Schule Platons als Akademiker bezeichet werden konnte, so bezog man sich doch in der Spatantike mit diesem Titel gewohnlich auf die Vertreter der oft so genannten Neuen Akademie, deren
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