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In denCommentari zu seiner L'Istoria della volgar Poesia geht der römische Arkadier Giovanni Mario Crescimbeni an einer Stelle gezielt auf die Texte jener Kompositionen ein, die um 1700 anlässlich der Weihnachtsfeierlichkeiten am Papsthof erklungen waren.Crescimbenis Anmerkungen zu einem Kantatentext von Francesco Maria Campello sind dabei ein wichtiger Schlüssel zum Verständnis der zeitgenössischen Wahrnehmung jener Werke und sollen Ausgangspunkt für die Untersuchungen der Weihnachtskantaten sein, die von Antonio Caldara in Musik gesetzt wurden.Im Falle Campellos legt Crescimbeni dar, der Textdichter habe nicht allein für die "dolcezza" des Verses und für die Vortrefflichkeit des Feingefühls, sondern gleichermaßen für die Anspielung auf die "correnti cose d'Italia" 1 im Jahr 1701 große Hochachtung erhalten.Auch in den Texten jener Kantaten, die Caldara während seiner Dienstzeit (1709-1716) bei dem römischen Adeligen Francesco Maria Ruspoli für verschiedene Weihnachtsfeierlichkeiten vertonte, spielen die "correnti cose d'Italia" eine zentrale Rolle.Die Entstehung der drei erhaltenen Werke (Vaticini di pace, Amarilli vezzosa 2 und die Cantata da recitarsi la notte del SS. mo Natale, Vo' piangendo e sospirando) fällt nämlich exakt in jene Zeit, die von den Friedensverhandlungen zur Beendigung des Spanischen Erbfolgekrieges geprägt war.Hatte die Eröffnung der Friedensberatungen in Utrecht im Januar 1712 für Papst Clemens XI. unter schlechten Vorzeichen gestanden, so offenbarten die Friedensgespräche doch zweierlei: Zum einen hatte im Laufe des Krieges die machtpolitische Rolle 1 CRESCIMBENI, Giovanni Mario.L'Istoria della volgar Poesia scritta da Gio.Mario Crescimbeni.Canonico di Santa Maria in Cosmedin, e Custode d'Arcadia.Nella Seconda Impressione.
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