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ZusammenfassungInfolge eines stetigen Wachstums und der zunehmenden Individualität der Kundenanforderungen ist in den vergangenen Jahren in nahezu sämtlichen Branchen ein rasanter Anstieg der Typen-, Varianten- und Teilevielfalt zu beobachten. Darüber hinaus tragen weitere Aspekte, wie die zunehmende Vernetzung der Unternehmen, eine individuelle nationale Gesetzgebung sowie das gestiegene ökologische Bewusstsein zu einer stetig steigenden Komplexität bei. Der Komplexitätsanstieg wird sowohl in dem wissenschaftlichen Schrifttum thematisiert als auch von Praxisvertretern wahrgenommen. Vor allem die Logistik ist aufgrund ihrer Querschnittsfunktion und als Schnittstelle zu externen Partnern von ihr betroffen. Trotz der intensiven Forschungsbemühungen und zahlreichen Publikationen auf dem Gebiet des Komplexitätsmanagements besteht jedoch eine Intransparenz hinsichtlich der konkreten Ursache-Wirkungs-Beziehungen zwischen der Komplexität auf der einen und der logistischen Leistungsfähigkeit auf der anderen Seite. Der negative Zusammenhang zwischen einem Komplexitätsanstieg und dem Logistikerfolg wird zwar hinlänglich oft betont, wurde allerdings bisher nicht näher untersucht oder quantifiziert. Dabei stellt das Wissen über die Zusammenhänge und Wechselwirkungen die Grundlage für ein zielgerichtetes Komplexitätsmanagement dar. Mithilfe dieses Beitrages soll die bestehende Forschungslücke geschlossen und erstmals auf Basis einer empirischen Untersuchung der Einfluss der Beschaffungskomplexität auf den Logistikerfolg untersucht werden. Neben dem empirischen Nachweis eines negativen Einflusses der Komplexität auf die logistische Leistungsfähigkeit, der bislang noch nicht zufriedenstellend erbracht wurde, verfolgt der Beitrag das Ziel, Stellhebel für ein nachhaltiges Komplexitätsmanagement aufzuzeigen, indem die Hauptkomplexitätstreiber identifiziert und deren Einfluss auf den Logistikerfolg quantifiziert werden. Für die Untersuchung wird dabei der Partial Least Squares (PLS)-Ansatz verwendet.
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