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Der französische Soziologe Raymond Aron prägte bereits Ende der 50er Jahre den Begriff der “Industriegesellschaft” zur Beschreibung von Gesellschaften auf der Nordhälfte des Globus. Unabhängig von der jeweiligen Regierungsform sei für diese Gesellschaften die Wachstumsdynamik im Bereich der Wirtschaft auf der Basis moderner wirtschaftlicher Zweckrationalität das charakteristische Merkmal. Langfristig verlagerten sich Wertschöpfung und Nachfrage vom primären in den sekundären und tertiären Sektor. Gleichzeitig bilden sich eine Arbeits- und eine Dienstleistungsgesellschaft.1 Der Anteil geistiger Tätigkeiten an der Arbeitsleistung industrieller und infolgedessen urbanisierter Gesellschaften nimmt zu, so daß zwei Kategorien an Umfang gewinnen: “die technische Intelligentsia, die die Arbeiter der industriellen Gesellschaft anleitet, und die nicht technische Intelligentsia, deren Qualifikation literarischer bzw. geisteswissenschaftlicher Art ist, Fachleute auf dem Gebiet der Kommunikationsmittel, die in der Presse, im Rundfunk, im Fernsehen zu Wort kommen und einen beträchtlichen Einfluß auf die Masse der Bevölkerung ausüben.”2 Doch erst Gesellschaftstheorien der folgenden Jahrzehnte ermöglichten differenziertere Aussagen über die Rolle der Massenmedien in modernen Gesellschaften.
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