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Zusammenfassung. Eines der ersten validierten Instrumente zur wissenschaftlichen Untersuchung von Emotionsregulationsprozessen, stellt der englischsprachige Emotion Regulation Questionnaire (ERQ) von Gross und John (2003) dar. Dieser erlaubt es, Präferenzen für zwei häufig angewandte Strategien zur Emotionsregulation, nämlich Unterdrückung (suppression) und Neubewertung (reappraisal) zu erfassen. Die deutsche Version wurde in drei Übersetzungsschritten an jeweils einer Gruppe von Studenten (n = 113/167/174) erprobt. Dabei stand eine möglichst enge Orientierung am englischen Original sowie die Optimierung der Faktoren-Ladungen auf die zwei Komponenten im Vordergrund. Eine Faktorenanalyse mit iterativer Kommunalitätenschätzung und Varimax-Rotation wurde verwendet. Entsprechend unserem Ziel erreichten die Alpha-Werte (innere Konsistenz) als Reliabilitätsmaß für Unterdrückung und Neubewertung die Durchschnittswerte des amerikanischen Originalfragebogens. Wir entwickelten ein Instrument, das einfach und in kurzer Zeit (5–10 min) zu beantworten ist und differenziert die beiden Emotionsregulationsstile Neubewertung und Suppression erfasst. Mögliche Anwendungsbereiche sind die Untersuchung von Depressionen und Angsterkrankungen und die Bewertung psychotherapeutischer Verfahren.
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