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Es erscheint zweckmäßig, an dieser Stelle die Überlegungen zu unterbrechen, sich auf das bisher Erreichte zu besinnen und die Möglichkeiten, aber auch die Notwendigkeiten herauszuarbeiten, die sich für die weitere Entwicklung der Theorie der Individualentscheidung anbieten. Die Darlegung der Entwicklungstendenzen der auf dem klassischen Modell des homo oeconomicus aufbauenden Entscheidungstheorie weist eindeutig in die Richtung, in zunehmendem Maße Kategorien und Erkenntnisse anderer sozialwissenschaftlicher Disziplinen in die entscheidungstheoretischen Überlegungen einzubeziehen. Hand in Hand mit dieser Tendenz geht die Ablösung der traditionellen Rationalanalyse durch die wissenschaftliche Betrachtung kognitiver Prozesse, gleichgültig, ob diese als rational zu qualifizieren sind. Bei Würdigung dieser eindeutigen Anzeichen der Umorientierung ist die Entscheidungstheorie in den größeren Rahmen der wissenschaftlichen Analyse menschlichen Verhaltens einzugliedern. Der IV-Ansatz bietet sich für einen solchen umfassenden Bezugsrahmen vor allem deshalb an, weil er von allen wissenschaftlichen Konzeptionen des menschlichen Verhaltens der Grundeinstellung der traditionellen Entscheidungstheorie am ähnlichsten ist: Die Basis für das äußere, beobachtbare Verhalten wird in dem diesem vorhergehenden Entscheidungsprozeß gesehen, der konsequent als Informationsverarbeitungsprozeß zu interpretieren ist. Wie die mathematische Entscheidungstheorie stellt der IV-Ansatz strenge Anforderungen an die Stringenz der verwendeten Modelle. Nicht zufällig ist Simon derjenige Forscher, der zum einen Kritik an den klassischen „geschlossenen“ Modellen der Individualentscheidung bzw. an den Versuchen der Entwicklung „offener“ Modelle übte, zum anderen aber auch den Neuanfang der Informationsverarbeitungstheorie des menschlichen Verhaltens maßgeblich beeinflußte.
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