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Studienziel: Ziel der Studie war es, das Verletzungs-, Überlastungs- und Beschwerdeprofil professioneller BalletttänzerInnen zu erfassen sowie Einflussfaktoren, wie Alter, Geschlecht, Regenerationsmaßnahmen, auf die Verletzungshäufigkeit zu analysieren. Methode: Fragebogenunterstützt wurden 42 Profi-Tänzerinnen und 35 Profi-Tänzer erfasst und eine persönliche Befragung, Trainingsbeobachtung und eine problemorientierte körperliche Untersuchung durchgeführt. Ergebnisse: Die meisten subjektiven Beschwerden wurden in der Lendenwirbelsäule (88 %), den Kniegelenken (80,5 %) und Sprunggelenken (74 %) angegeben. Insgesamt zogen sich die Tänzerinnen 285 und die Tänzer 282 Verletzungen und Überlastungsschäden in den vorangegangenen 5 Jahren zu, wobei Muskelzerrungen und Entzündungen am häufigsten angegeben wurden. Es dominierten Schädigungen der unteren Extremitäten mit 64 % und des Rumpfes mit 24 %. Geschlechterspezifische Unterschiede fanden sich im Schultergelenk, das bei 9 % der Tänzer und 2,5 % der Tänzerinnen eine Schädigung aufwies. 73 % der als schwer wiegend angegebenen Schädigungen waren traumatisch bedingt. Die Ursachen waren meist Landungen nach Sprüngen oder Hebefiguren. Bei den schwer wiegenden überlastungsbedingten Schäden waren vorwiegend die unteren Extremitäten und die Lendenwirbelsäule als Folge chronischer Überbelastung oder Fehlbelastung bei technischen Defiziten betroffen. 54 % der TänzerInnen litten, trotz Therapieabschluss, unter persistierenden Beschwerden als Folge des Schadens. Schlussfolgerung: Diese hohen Anzahlen an Schädigungen sind durch korrekte Technikausführung, Hilfsmittel wie Gelenkprotektoren und Matten sowie ausreichende Erholungszeiten minimierbar, so dass Tanzen per se nicht gefährlich ist.
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