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Zusammenfassung Wohlfahrtsstaatliche Arrangements entfalten nach Kaufmann ihre Wirkungen dadurch, dass sie die (sozialen) Bedingungen der Wohlfahrtsproduktion gewährleisten und zugleich bestimmte private Lebens- und Familienformen stabilisieren, die gesellschaftlich benötigtes Humanvermögen (re-)produzieren. Wohlfahrtsarrangements, als Wohlfahrtsproduktion regulierende Ordnungssysteme greifen folglich in die Lebenszusammenhänge des Einzelnen ein, indem Ressourcen und Güter umverteilt und damit Lebenschancen eröffnet oder verschlossen werden (vgl. Kaufmann 2002). Dabei kann das Zusammenspiel von Markt, Staat und Familie als konstituierend für die (nationale) Ausgestaltung von Wohlfahrtsarrangements beschrieben werden (vgl. Esping-Andersen 1999: 35). „Wohlfahrtsproduktion ist somit ein gleichzeitig auf mehreren Ebenen soziologisch rekonstruierbarer Prozeß, der gleichzeitig den Staat, die Erwerbswirtschaft, den Wohlfahrtssektor und die Privathaushalte involviert“ (Kaufmann 2002: 232). Soziale Arbeit fungiert als Vermittlerin oder Scharnier zwischen dem formellen Sektor (Staat und Markt) und dem informellen Sektor der Wohlfahrtsproduktion, zu dem insbesondere die Familie gezählt wird (hinzu kommen z.B. Bürgerengagement, Nachbarschafts- und Selbsthilfegruppen etc.). Familien (bzw. einzelne Familienmitglieder) genießen (je nach Wohlfahrtsarrangement) als Wohlfahrtsproduzenten eine besondere sozialstaatliche und sozialpolitische Aufmerksamkeit: Es geht um die zentrale Frage der familialen Zuständigkeit für die Bewältigung sozialer Probleme. In der Betrachtung Sozialer Arbeit als Teil des Wohlfahrtsarrangements verbindet sich die Fokussierung von Herstellungsprozessen und Erbringungskontexten von Wohlfahrt mit der Analyse der wohlfahrtsstaatlichen Rahmenbedingungen dieser Prozesse und Kontexte.
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