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Im Rückblick erscheinen historische Entwicklungen den Nachgeborenen als zwangsläufig und gar nicht anders denkbar: Wie könnten wir uns das 20. Jahrhundert anders vorstellen als durch die beiden Weltkriege geprägt? Man kann heute nur spekulieren, wie sich die Soziale Arbeit in Deutschland entwickelt hätte ohne diese großen historischen Zäsuren. Hätten sich die Gründungsmütter der Sozialen Arbeit in den USA und Deutschland, die engagierten Pazifistinnen Jane Addams und Alice Salomon (Voigt-Kehlenbeck 2008; Sagebiel in diesem Band) mit ihren damaligen Vorstellungen durchsetzen können, hätten sie die Tradition der Internationalisierung der Sozialen Arbeit im Verlauf des 20. Jahrhunderts ungebrochen fortgesetzt? Zumindest kann man annehmen, dass Entscheidendes auch für die Soziale Arbeit in Deutschland anders verlaufen wäre. Denn der Einschnitt, den v.a. der Nationalsozialismus bedeutete, brachte nicht nur nicht wieder gut zu machende Verluste führender Persönlichkeiten der Sozialen Arbeit mit sich. Damit ging ebenso eine Retraditionalisierung des Frauenbildes in der Öffentlichkeit einher, die auch die Soziale Arbeit in Deutschland nicht unberührt ließ.
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