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Unterschiedliche Studien belegen, dass Kinder mit umschriebenen motorischen Entwicklungsstörungen häufig auch komorbide Sprachentwicklungsstörungen aufweisen. Vermutlich liegt der Kombination beider Störungen eine gemeinsame Ursache zugrunde. Für die klinische Praxis ist es von Interesse zu untersuchen, ob Kinder mit motorischen und sprachlichen Entwicklungsstörungen ein spezifisches kognitives Leistungsprofil aufweisen, um frühzeitig umfassende Interventionen einleiten zu können. Dazu wurden die WPPSI-III-Resultate von insgesamt 53 Kindern im Alter von vier bis sechs Jahren mit isolierten motorischen Entwicklungsstörungen, isolierten expressiven Sprachstörungen und Kindern mit kombinierten motorischen und sprachlichen Entwicklungsstörungen untereinander, aber auch mit einer normativ entwickelten Referenzgruppe verglichen. Die Kinder mit isolierten expressiven Sprachstörungen weisen ausschließlich gravierende Defizite in den sprachlichen Subtests auf; Kinder mit motorischen Entwicklungsstörungen schneiden in allen Kerntests geringfügig schlechter als unauffällige Kinder ab, wobei signifikante Differenzen für die Untertests Mosaik-Test, Matrizen-Test, Allgemeines Wissen und Wortschatz-Test auffallen. Kinder mit motorischen und sprachlichen Entwicklungsstörungen zeigen im Vergleich zu ausschließlich sprachauffälligen Kindern identische Defizite in den verbalen Untertests der WPPSI-III. Der Vergleich mit den ausschließlich motorisch auffälligen Kindern lässt erkennen, dass sich die Testresultate in den handlungsbezogenen Subtests jedoch verschlechtern. Die erhobenen Befunde unterstützen die Argumente eines eigenen Störungskonzeptes; das kombinierte Auftreten motorischer und sprachlicher Entwicklungsstörungen unterstreicht die Notwendigkeit den kognitiven Leistungsstand umfassend zu überprüfen.
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