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In den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts hat sich die Homiletik nachdrücklich dem Verstehensprozess zugewandt. Die Predigt ist eine Verständigungsbemühung, und die Rezeption der Predigt ist ein aktiver Prozess und wird in der Postmoderne vorwiegend als eine Konstruktion verstanden. Die Entwicklungen in der westeuropäische und nordamerikanische Homiletik werden erörtert. In thematischer Hinsicht konzentriert der Autor sich auf die Grundfrage nach der Beziehung zwischen menschlicher Erfahrung und Gottesrede. Die Predigt als Namenrede hat die Wirklichkeit Gottes zum Referent, und diese Gottesrede begründet den Glauben. Diese Priorität Gottes wird aber im Verständigungsprozess der Predigt als menschliche Erfahrung offenbar und hat eine effektive und heilbringende Wirkung.
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