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Freizeit der Erwerbstätigkeiten: Abbild der sozialen Schichten Die Erwerbstätigen organisieren ihre Freizeit auf einer zweifachen Ebene. Im täglichen Leben wird die Freizeitbeschäftigung insbesondere von den Zwängen der Arbeitszeit und der Hausarbeit bestimmt und füllt im Wesentlichen die verfügbare restliche Zeit aus. Andererseits müssen zahlreiche Freizeitbeschäftigungen, deren Häufigkeit vor allem von den sozialen, kulturellen und finanziellen Ressourcen der Individuen abhängt, geplant werden und erfordern mehr Zeit als diejenigen, denen an den normalen Arbeitstagen nachgegangen wird. Zwischen diesen beiden Zeitskalen •Alltag und Langzeittätigkeit •findet zum Teil eine Kompensation statt. Die Berufsgruppen, die im täglichen Leben über wenig Freizeit verfügen (insbesondere die Führungskräfte), neigen am meisten zu einer längeren Freizeittätigkeit, vor allem bei kulturellen Aktivitäten. Diejenigen, die im täglichen Leben über sehr viel Freizeit verfügen (hauptsächlich die Arbeiter), weisen die geringste Neigung hierzu auf. Vor allem die finanziellen und kulturellen Ressourcen der Individuen sind für die Neigung zu einer längeren Freizeittätigkeit ausschlaggebend, unabhängig von deren Inhalt; auch die Fähigkeit, die Freizeit rationell zu nutzen, hängt stark von diesen Faktoren ab.
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