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Ende der 1980er Jahre konstatierte (2003) für die englischsprachige Wissenschaftslandschaft - allen voran Großbritannien, Australien und die USA - einen „Boom“ der Cultural Studies. In den 1990er Jahren führte dieser „Boom“ dann nicht nur zur Etablierung verschiedenster Studienprogramme in diesen Ländern, sondern vor allem zu einer Intensivierung von Forschung und umfassenden Publikationsaktivitäten. Gleichzeitig setzte eine „Kontroverse“ (Hepp/Winter 2003) um die Cultural Studies ein, einerseits als interne Diskussion, wie sich dieser Ansatz bzw. dieses Projekt im Hinblick auf dessen Erfolge entwickeln kann und soll. Andererseits war dies aber auch eine externe Diskussion seitens der Vertreterinnen und Vertreter ‚traditioneller Fachdisziplinen‘, die die Cultural Studies zum Teil nicht unerheblich kritisierten. Bezogen auf den Bereich der Medien- und Kommunikationswissenschaft war - was diese Kritik betrifft - sicherlich der von (1997) herausgegebene Band „Cultural Studies in Question“ in dieser Hinsicht eine Zäsur. Vorwürfe, die in dem Band geäußert wurden, betreffen eine Vernachlässigung (makro)politischer und ökonomischer Fragestellungen, was einerseits zu einer umfassenden Textfixierung geführt habe, andererseits zu einer distanzlosen ethnografischen Publikumsforschung.
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