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Zwischen der betriebswirtschaftlichen „Sachlogik“ und lebenspraktischen Wertvorstellungen scheinen heute angesichts problematischer externer Effekte (ökonomische und soziale Kosten) unternehmerischen Handelns immer schärfere Konflikte aufzutreten. Manager geraten dadurch in ein belastendes moralisches Dilemma zwischen unternehmungsinternen und -externen Ansprüchen. Es hilft den Führungskräften in dieser Situation nichtweiter, wenn sich die Unternehmensethik nur als ausserökonomisches moralisches Korrektiv betriebswirtschaftlicher Rationalität versteht. Sie sollte vielmehr auf die ursächliche Überwindung des moralischen Dilemmas zielen: Es kommt darauf an, mehr ethischpraktische Vernunft in unser Verständnis von betriebswirtschaftlich rationaler Unternehmensführung hineinzubringen. Die gedanklichen Konsequenzen einer so ansetzenden Unternehmensethik erstrecken sich auf ein Leitbild der gesellschaftlichen Institution ‚Unternehmung‘ ebenso wie auf das professionelle Rollenverständnis des Managements.
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