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Bei der Erfassung persönlichkeitsrelevanter Eigenschaften kommen evaluativ negativere Dispositionen oft zu kurz. Diese sind jedoch besonders in interpersonellen Situationen wichtig. Die „Dunkle Triade”, bestehend aus Narzissmus, Psychopathie und Machiavellismus bietet die Möglichkeit diese verwandten Konstrukte und ihre Effekte spezifisch zu untersuchen. Im deutschen Sprachraum werden derzeit drei separate und umfangreiche Instrumente zu deren Messung benötigt. In drei Studien (N = 501; N = 828; N = 96) wird die Validierung einer deutschen Version (das „Dreckige Dutzend”) der „Dirty Dozen”-Kurzskalen ( Jonason & Webster, 2010 ), sowie eine psychometrisch optimierte Version (die „Niederträchtigen Neun”) zur Erfassung der Kernaspekte der Dunklen Triade vorgestellt. Die vier bzw. drei Items umfassenden Skalen beider Instrumente weisen eine gute Struktur, interne Konsistenz und Stabilität auf. Darüber hinaus zeigen die Skalen zufriedenstellende konvergente Beziehungen zu den Standardverfahren der Dunklen Triade, differenzierte Zusammenhänge mit weiteren relevanten Persönlichkeitskonstrukten (z. B. Big Five-Facetten, Aggressivität, Soziosexualität) und prädizieren charakteristische Verhaltensweisen. Implikationen für die Erfassung der Dunklen Triade in Forschungs- und Anwendungskontexten werden diskutiert.
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