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Achtjährige sind heute schon mehr mit Musik in Berührung gekommen als ihre Urgroßeltern in ihrem ganzen Leben (Tagg 1990). Ein rapides Anwachsen von Medienangeboten hat das vor 100 Jahren noch Unvorstellbare möglich gemacht: Via Antenne, Kabel und Satellitenschüssel steht eine unüberseh- und -hörbare Zahl massenmedial vermittelter Musikangebote zu Verfügung. Das Radio füllt seine Programme überwiegend mit Musik, aber auch im Fernsehen ist Musik in vielfältiger Form Programmbestandteil: als (Live-) Musikauftritt oder Videoclip, als Filmmusik oder als Bestandteil von Werbung. Der Verkauf von Tonträgern (CD, Schallplatte, Tonband usw.) stützt sich weitgehend auf die Vermarktung musikalischer Produkte. Selbst in den Printmedien, zumal wenn sie sich direkt an Jugendliche richten, nimmt die Musik(welt) einen großen Raum ein. Der Ausbau von Computern zu Musik- und Multimedia-Maschinen und ihre Anbindung an Computernetze hat das Spektrum musikalischer Aktivitäten und Vermarktungsformen nochmals erheblich ausgeweitet. Kurz: Medial vermittelter Musikgebrauch ist heute ein selbstverständlicher Teil des jugendlichen Alltags (Baacke/Sander/Vollbrecht 1990a) und neue Medienangebote werden besonders leicht von Jugendlichen angenommen.
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