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Displacement aufgrund von Verfolgung, Flucht und Vertreibung sowie die verschiedensten Formen von individuellen und kollektiven Arbeitsmigrationen haben in der Gegenwart des ausgehenden 20. Jahrhunderts die „Notwendigkeit des steten Tradierens der akkumulierten Kulturgüter“ (Karl Mannheim) aller scheinbaren Selbstverständlichkeit entkleidet. Nicht nur die verschiedensten Ausgrenzungsprozesse und die damit für einzelne Individuen verbundenen Zwänge, soziale und geographische Orte zu wechseln, sondern auch der darin auch sich vollziehende kontinuierliche Generationenwechsel läßt es fraglich erscheinen, wie Kultur in ihrer Doppelbedeutung als selbstverständlicher „Fonds des Lebens“ einerseits und als „neuartiger Zugang“ zum akkumulierten Traditionsbestand andererseits fortgebildet werden kann.1
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