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Bis dato haben Prozesse der Globalisierung und damit einhergehende (beispielsweise kulturwissenschaftliche) Theoriekonzepte nur oberflächlich Eingang in den Englischunterricht gefunden – wenn überhaupt. Dies führt dazu, dass das Lehren und Lernen über Kultur in diesem Fach häufig weder mit der einschlägigen Lebenserfahrung der Lernenden noch mit dem Wissensstand in zentralen Bezugsdisziplinen korrespondiert. In diesem Beitrag wird argumentiert, dass das Lehren und Lernen über Kultur grundlegend überdacht werden muss, um die Lücke zwischen Klassenzimmer und (Lebens-)Wirklichkeit in einer globalisierten Welt zu schließen. Aus diesem Grund wird zunächst diskutiert, wie es aus Sicht linguistischer, kultur- und literaturwissenschaftlicher Theorieperspektive gelingen kann, kulturelle Konzepte des „Anderen“ bzw. „Fremden“ konstruktiv weiter zu entwickeln. Anschließend werden Implikationen diskutiert, die sich daraus für das Lernen und Lehren über Kultur im Englischunterricht ergeben; Prozesse transkulturellen Lernens und Lehrens werden in diesem Zusammenhang definiert und kritisch analysiert. Abschließend wird ein überarbeitetes und erweitertes Modell inter- bzw. transkulturellen Lernens eingeführt und angewendet, das auf dem einflussreichen Modell interkultureller Kompetenz von Michael Byram (1997) basiert.
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