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Die Kleinstadt als Siedlungs- und Lebensform zwischen Großstadt und → Dorf besitzt eine besondere Bedeutung innerhalb der ländlichen Gesellschaft. Doch die Unsicherheit gegenüber dem Thema zeigt sich in der Literatur schon darin, dass keine kohärente Definition existiert. Allen Definitionen der Stadtforschung liegt zunächst der statistische Begriff der Stadt zugrunde, der sich an Mindesteinwohnerzahlen orientiert. Dieser stammt aus den 1870er Jahren, als das Phänomen „Großstadt“ erstmals wissenschaftlich behandelt wurde. Als die Festlegung eines allgemein anerkannten Stadtbegriffs scheiterte, ging man dazu über, Städte nach Gemeindegrößenklassen zu definieren. Von der deutschen Reichsstatistik wurde die Einteilung der Gemeinden entsprechend einer Einwohner zahl von 2.000–5.000 als Landstädte, 5.000–20.000 als Kleinstädte, 20.000–100.000 als Mittelstädte und von mehr als 100.000 als Großstädte vorgenommen.
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