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Medial und politisch einflussreiche Diskurse setzen sich mit der Lernherausforderung Einwanderung immer noch auf der Grundlage des Junk-food-Theorems1 der kulturellen Differenz auseinander. Auf der Grundlage einer Reihe kritischer Analysen der interkulturellen Pädagogik (s. etwa Hamburger 2000a; Hormel/Scherr 2004a) sowie eines Forschungsprojekts, das auf die Entwicklung programmatischer Konturen einer,Bildung für die Einwanderungsgesellschaft’ ausgerichtet war (Hormel/ Scherr 2004b), versuchen wir dagegen eine andere Sichtweise der Lernprovokationen zu plausibilisieren, die mit der Herausbildung einer Einwanderungsgesellschaft einhergehen. Wir argumentieren im Folgenden, dass eine die so genannten Integrationsprobleme von Migrantlnnen akzentuierende Sichtweise ebenso problematisch ist, wie eine kulturalistische Sichtweise der Herausforderungen, die für das Bildungssystem aus der,Tatsache Einwanderungsgesellschaft’ resultieren. Argumentiert wird, dass die gesellschaftliche Benachteiligung von Migrantlnnen, Prozesse der Selbst- und Fremdethnisierung 2sowie nationalistische, rassistische, rechtsextreme und rechtspopulistische Tendenzen als Momente eines Zusammenhanges zu begreifen sind.3
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