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Dieser Beitrag geht zurück auf meine 2010 erschienene Dissertation "Migration, Sprache und Rassismus".Dort untersuche ich mit ethnografischen und gesprächsanalytischen bzw.-rhetorischen Methoden den kommunikativen Stil von zwei mehrheitlich türkischstämmigen, akademischen Gruppen der zweiten Migrantengeneration in Deutschland.Im Fokus der Studie steht das Milieu der "emanzipatorischen Migranten", die ethnische Zuschreibungen wie "Türken", "Kurden", Italiener" etc. ablehnen und sich als (kultur-)politische Initiativen gegen Diskriminierung und für gleiche Bürgerrechte einsetzen.1 Als Fallstudie für diese soziale Welt analysiere ich die Mannheimer Gruppe der "Unmündigen".Mein Erkenntnisinteresse richtet sich auf die Fragen, welche rhetorischen Verfahren die Beteiligten im Umgang mit Diskriminierungs-und Marginalisierungserfahrungen entwickelt haben und wie sie in ihrer gruppeninternen Kommunikation auf das Türkische und das Deutsche in ihrem Sprachrepertoire zurückgreifen.Im vorliegenden Artikel werde ich auf den letztgenannten Aspekt eingehen und untersuchen, welche Formen und Funktionen die deutsch-türkische Variationspraxis der "emanzipatorischen Migranten" aufweist.1 Die zweite soziale Welt der "akademischen Europatürken", die ich in meiner Dissertation als Kontrastmilieu zu den "emanzipatorischen Migranten" untersuche, identifiziert sich ethnisch als in Europa/Deutschland lebende Türken.Zum kommunikativen Sozialstil dieser Gruppe, auf die ich im vorliegenden Aufsatz nicht weiter eingehe, siehe in Cindark (2010).
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