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"Subjektivierung von Arbeit wird in der aktuellen arbeits- und industriesoziologischen\nDiskussion überwiegend verstanden als erweiterte und vertiefte Zugriffe\nvon Unternehmen auf subjektgebundene Leistungen und Ve rmögen bzw. als\nFormierung der Subjektivität (vgl. die Beiträge in Moldaschl/Voß 2002). Dabei\nhat sich der Akzent der Diskussion in den 90er Jahren vom Unternehmen hin zur\nOrientierung der Subjekte auf den Markt, zur Konstitution unternehmerischer\nSubjekte verschoben. Erst neuerdings finden sich (wieder) Thesen, die die Entfaltungspotenziale\nund -ansprüche subjektivierter Arbeit und Organisation\nakzentuieren (Lazzarato 1998; Adler 2001a und b; Hancock/Tyler 2001; Pongratz/\nVoß 2003) und deren Potenzial für soziale Transformation hervorheben.\nIn diesem Beitrag soll die Frage nach Unterwerfung oder Entfaltung modifiziert\nwerden auf die Frage nach der Verteilung von Entfaltungschancen, sozialen\nMöglichkeiten solcher Subjektivierungsprozesse und den sozialen wie subjektiven\nVoraussetzungen dafür. In der Empirie neuer und flexibilisierter alter Beschäftigungsverhältnisse\n(Telekom und Callcenter) finden wir subjektgebundene\nAnsprüche auf Anerkennung und Entfaltung, die nicht in der „Internalisierung\ndes Marktes“ (Moldaschl 1998) aufgehen: Bewegungen der Distanzierung, des\nsorgsam-haushälterischen Umgangs mit Optionen und der eigensinnigen Aufwertung\nästhetischer Bezüge auf Arbeit – bis hin zu aktivistischen Aufbrüchen\nzwischen Arbeitskampf und sozial bewegter Unternehmensgründung." (Autorenreferat)
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