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Carl Christian von Weizsäcker führt die gegenwärtige Krise auf die „Savings glut“, den strukturellen Überschuss des privaten Sparwillens über den privaten Investitionswillen zurück. Zuerst behandelt er die hauptsächlichen Bestimmungsfaktoren des Kapitalangebots, insbesondere unter Verweis auf demographische Faktoren, sowie die Kapitalnachfrage. Aus der Gegenüberstellung beider ergebe sich selbst für einen Zins von null ein Angebotsüberhang, der zu kompensieren sei. Eine Förderung des technischen Fortschritts reiche hierfür nicht aus; auch die Bodenpreisbildung könne das Problem nicht lösen. Eine planvolle und maßvolle Politik der Nettoneuverschuldung sei der beste Ausweg; besser als Exportüberschüsse, Inflation oder Depression. Es folgt eine Auseinandersetzung mit Fragen der Vererbung von Vermögen und der Verteilung an sich. Weizsäcker prognostiziert, dass der Abstand zwischen gewollter Vermögensbildung und geplanter Realkapitalbildung in Zukunft, gemessen am Sozialprodukt, noch größer wird. Nach einer Betrachtung der Interessenlage in den Entwicklungsländern plädiert er für einen Importüberschuss der Staaten der OECD zuzüglich Chinas mit kompensierender Staatsverschuldung zur Aufrechterhaltung der Prosperität.
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