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Zusammenfassung Die Proteste französischer und deutscher Arbeitsloser in den Jahren 1994 bis 2004 belegen, dass eine Mobilisierung marginalisierter Personengruppen unter bestimmten Randbedingungen gelingen kann. Der vorliegende Beitrag geht von der Annahme aus, dass die vorhandenen Organisationsstrukturen der lokalen Erwerbslosenarbeit zwar eine notwendige Bedingung darstellen, dass sie das Protestaufkommen und die Unterschiede zwischen den Ländern aber nicht hinreichend erklären können. Deshalb wird auf die Unterstützung durch ‚Dritte‘ - hier vor allem durch die Gewerkschaften - verwiesen, welche wiederum deutlich von der landesspezifischen Struktur des Gewerkschaftssystems abhängt. Die vergleichende Fallanalyse der französischen und deutschen Protestepisoden kommt zu dem Ergebnis, dass die kompetitive Kooperation der Erwerbslosen mit linken Gewerkschaftsdissidenten in Frankreich wesentlich förderlicher war als die Aktivitäten der Erwerbslosen in Deutschland, die sich lange Zeit im Windschatten der nationalen Gewerkschaftsverbände bewegten.
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