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Nachhaltigkeitsinnovationen, die einen sozialen und/oder ökologischen Mehrwert stiften, stehen im Wettbewerb mit herkömmlichen Marktangeboten. Ist der wahrgenommene Nettonutzen von Nachhaltigkeitsinnovationen kleiner als der wahrgenommene Nettonutzen von herkömmlichen Produkten, werden die Konsument/- innen mehrheitlich an letzteren festhalten (altruistisch geprägte Konsument/-innen stellen die Ausnahme von der Regel dar). Dabei sind verschiedene Nutzen- und Kostendimensionen zu berücksichtigen: Neben dem Gebrauchsnutzen eines Produktes spielt bspw. auch der symbolische Nutzen eine große Rolle und neben dem Preis sind auch die Transaktionskosten und die Gebrauchskosten in Betracht zu ziehen. Viele Nachhaltigkeitsinnovationen besitzen zwar einen sozial-ökologischen Mehrwert und stiften damit einen gesellschaftlichen Nutzen, halten aber einem individualistisch geprägten Nutzen-Kosten-Vergleich nicht stand. Aus Sicht der Nachfrageseite ließe sich argumentieren, dass darin der zentrale Grund für das Nischendasein von vielen Nachhaltigkeitsinnovationen liegt. Nutzerintegration in Nachhaltigkeitsinnovationsprozesse kann dabei möglicherweise Abhilfe schaffen: Wird Nutzer/-innen die Gelegenheit gegeben, sich frühzeitig im Innovationsprozess mit ihren eigenen Ideen und Vorstellungen aktiv einzubringen, ihre Bedürfnisse und Wünsche zu artikulieren, entstehen idealerweise nachhaltige Produkte, die nicht nur einen höheren sozial-ökologischen Mehrwert aufweisen, sondern auch einen höheren Kundenwert versprechen. Diese Idee ist der Ausgangspunkt des Verbundprojekts „Förderung Nachhaltigen Konsums durch Nutzerintegration in Nachhaltigkeitsinnovationen“, welches vom BMBF im Sozial-Ökologischen Forschungsschwerpunkt 2008–2011 gefördert und unter Leitung von Frank-Martin Belz (TU München) durchgeführt wurde.
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