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Zusammenfassung Viele Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten kehren nach dem Austritt aus dem Erwerbsleben nicht endgültig in ihr Herkunftsland zurück, sondern pendeln zwischen Herkunfts- und Immigrationsland. In einer qualitativ- empirischen Untersuchung mit älteren Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten aus der Türkei werden die biografischen Voraussetzungen für die Pendelentscheidung, das Gestalten und Erleben des Pendelns im Ruhestand sowie die sich entwickelnden Formen von Zugehörigkeit untersucht. Theoretisch wird an die Diskussion über Transnationalismus und transnationale Migration angeknüpft. Die rekonstruktive Interpretation von zehn biografisch-narrativ durchgeführten Interviews zeigt, dass das transnationale Pendeln im Ruhestand als Fortsetzung einer Transnationalität der gesamten Migrationsbiografie zu verstehen ist. Es lassen sich drei Pendelmuster unterscheiden: ‚Pendeln als Ausdruck von Bilokalität‘, ‚Pendeln nach Rückkehr‘ und ‚Pendeln bei Verbleib‘. Für das nationale Zugehörigkeitsgefühl von transnationalen Pendlern gilt dabei nicht die Logik des ‚Entweder-oder‘, sondern des ‚Sowohl-als-auch‘ bzw. des ‚Weder-noch‘.
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