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Der Beitrag setzt sich mit den in der wissenschaftlichen Diskussion befindlichen Integrationskonzepten zur Medienkommunikation auseinander.In traditionellen Konzepten wird das Integrationspotential der Medien vielfach überschätzt, indem konkrete materielle Leistungen erwartet werden.Diese Erwartung schlägt sich in bestimmten normativen Vorgaben nieder.In jüngeren systemtheoretischen Überlegungen hingegen wird die Integrationsleistung auf Kommunikationsprozesse gleichsam reduziert.Anscheinend bedarf es dann keiner normativen Anforderungen mehr.Der Autor zeigt, dass Medien durch die Verarbeitung und Bereitstellung von Themen aus allen gesellschaftlichen Teilsystemen faktisch wie auch symbolisch einen Integrationsbeitrag zu leisten vermögen.Die normative Anforderung zur Integrationskommunikation wird hingegen dadurch nicht obsolet: Mittels dieser Anforderung werden Medienorganisationen auf die Gesellschaft orientiert, weil sich gesellschaftliche Akteure kritisch mit konkreten Leistungen auseinander setzen können.Durch medienpolitische Vorkehrungen (Strukturvielfalt im Mediensystem), durch Leistungsaufträge an Medien wie durch Anforderungen zur (Selbst-)Evaluation oder zum Qualitätsmanagement an Redaktionen kann die Verpflichtung zur Integrationskommunikation stabilisiert werden.
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