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Die Entscheidung des britischen Parlaments, die britische Beteiligung am Sklavenhandel ab 1807 zu verbieten, hatte weitreichende internationale Konsequenzen. Sie beendete das jahrhundertlange britische Engagement im Sklavenhandel zur Unterstützung der amerikanischen Kolonien und verhalf Initiativen zum Durchbruch, nicht nur die Sklaverei in den britischen Kolonien zu beenden, sondern die Sklavereisysteme auch in anderen Gebieten zu bekämpfen. Das britische Eintreten für die internationale Bekämpfung von Sklaverei erwies sich als schwierig, teuer und politisch umstritten. Auseinandersetzungen über die Problematik der Sklaverei bedrohten die wirtschaftlichen Interessen jener Gruppen, die sich für den Fortbestand von Sklaverei einsetzten und rückten zugleich größere Fragen kollektiver Ehre und nationaler Tugend ins Zentrum. Europäische Eliten missbilligten in der Regel die britische Einmischung, sahen sich aber dazu genötigt, Maßnahmen gegen die Sklaverei einzuführen. Überdies begannen sie, öffentlich ihre Humanität zu feiern und ihre frühere Beteiligung an der Sklaverei herunterzuspielen. Auf diese Weise trugen sie dazu bei, dass Anti-Sklaverei zu einem Markenzeichen europäischer Zivilisation wurde und nicht nur ein britisches Anliegen blieb. Dieser Aufsatz bezieht sich auf die wachsende Literatur zur Geschichte und Theorie der internationalen Gesellschaft, um die Beziehung zwischen Anti-Sklaverei, kollektiver Ehre und europäischer Identität im 19. Jahrhundert besser erfassen und verstehen zu können.
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