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Die aktuelle Medienentwicklung kann nur vor dem Hintergrund gesamtgesellschaftlicher Prozesse betrachtet werden.Vieles deutet darauf hin, dass der Trend zu einer Wirtschaftsgesellschaft sich vor allem auch bei zentralen Strukturmerkmalen traditioneller und neuer Medien manifestiert.Der Beitrag setzt sich zum Ziel, Ursachen, Formen und Folgen von Ökonomisierungs-und Kommerzialisierungsprozessen systematisch aufzuspüren.Die Lancierung einer "Kommerzialisierungsdebatte" erfolgt vor dem Hintergrund wissenschaftsdisziplinärer und medienpolitischer Defizite.Während die Publizistik-und Kommunikationswissenschaft das spannungsgeladene Verhältnis von privatwirtschaftlicher Institutionalisierung und den in sich widersprüchlichen gesellschaftlichen Aufgaben aktueller, publizistischer Medien schon früh erkannt und debattiert hat, konzentriert sich die wirtschaftswissenschaftliche Perspektive auf Mittel und Wege, die allokative und produktive Effizienz von Medienunternehmen zu steigern.Die Dominanz der Systemtheorie mit der Fokussierung auf funktionale Differenzierung und Autopoesis hat allerdings dazu geführt, dass die strukturellen Machtkonflikte zwischen Publizistik, Wirtschaft und Demokratie immer stärker aus dem Blickfeld von Theorie und Forschung verschwanden.Dieser Befund steht in Kontrast zu den sich real abzeichnenden Auswirkungen von Kommerzialisierung auf das Leistungspotential von Journalismus und öffentlicher Kommunikation.
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